NOTFALL- & GESUNDHEITSPASS
PROGESTERON (PROG)
Das Hormon Progesteron bereitet die weiblichen Genitalorgane auf die Aufnahme und Reifung eines befruchteten Eis vor, dient dem Schutz und der Erhaltung einer Schwangerschaft.
Progesteron wird vorwiegend im Gelbkörper (Corpus luteum), aber auch in der Plazenta und der Nebennierenrinde produziert. Unter dem Einfluss von Progesteron kommt es zur Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut, die notwendige Voraussetzung einer erfolgreichen Schwangerschaft. Progesteron ist an der Steuerung der gesamten weiblichen Sexualfunktion beteiligt. Das Hormon wird in der Leber inaktiviert und über die Nieren mit dem Harn ausgeschieden.
Die Bestimmung der Laborwerte ist vor allem zur Beurteilung und Prüfung des Menstruationszyklus (Ovulationszyklus) sowie zum nachweis einer Gelbkörperschwäche (Corpus-luteum-Insuffizienz) sinnvoll.
Laborprobe: Blutserun/-plasma
Erhöhte Progesteron-Werte
Während der Schwangerschaft steigt der Progesteron-Spiegel im Blut deutlich an, wobei eine Beurteilung nur mit Hilfe der Kenntnis des Menstruationszyklus möglich ist. Die Ausschüttung von Progesteron führt zum leichten Anstieg der Körpertemperatur (Basaltemperatur), der zur Bestimmung der fruchtbaren Tage genutzt werden kann.
Diagnosen mit erhöhten Progesteron-Werten
- Angeborenes adrenogenitales Syndrom (AGS)
- Fruchtbare Tage
- Schwangerschaft
Verminderte Progesteron-Werte
Pathologisch verminderte Werte können auf eine Gelbkörper- bzw. Eierstockschwäche hinweisen. Zur Überprüfung der Gelbkörperfunktion werden in der Regel die Werte 5, 7 und 10 Tage nach dem Eisprung (Ovulation) bestimmt.
Diagnosen mit verminderten Progesteron-Werten
- Eierstockschwäche
- Gelbkörperschwäche
- Primärer oder sekundärer Hypogonadismus
Progesteron-Normalwerte |
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Follikelphase
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< 0,6 nmol/l
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Gelbkörperphase
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9,5-63,6 nmol/l
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Wechseljahre
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≤ 3,0 nmol/l
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