NOTFALL- & GESUNDHEITSPASS
Lipoprotein LP(a)/LPA
Erhöhte Werte von Lipoprotein (a) [Lp(a)] gelten als unabhängiger Risikofaktor für den Herzinfarkt und die koronare Herzkrankheit (KHK). Dieser Fetteiweißstoff unterliegt ausschließlich einer genetischen Kontrolle. Die Blutspiegel sind überwiegend erblich festgelegt und somit sehr stabil. Die Bestimmung von Lipoprotein (a) ist vor allem bei Patienten mit möglicherweise erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko sinnvoll. Sind gleichzeitig auch die => LDL-Cholesterin-Werte erhöht, vervielfacht sich das Risiko (Herzinfarkt, Schlaganfall).
Patienten mit Gefäßerkrankung und normalen LDL-Cholesterin wird die Bestimmung des Laborwerts Lipoprotein (a) dann empfohlen, wenn …
Zwei oder mehr Herz-Kreislauf-Komplikationen in den vergangenen zwei Jahren aufgetreten sind.
Trotz wirksamer Behandlung ein Fortschreiten oder ein Rezidiv der Herz-Kreislauf-Erkrankung nachweisbar ist.
Trotz Behandlung vor dem 50. Lebensjahr Komplikationen auftreten.
Eine familiäre Anfälligkeit für Herz-Kreislauf-Komplikationen vorliegt.
Laborprobe: Blutserum (nüchtern)
Erhöhte Lipoprotein (a)-Werte
Beträgt der Spiegel im Blut > 600 mg/l, steigt die Gefahr für gefährliche Gefäßveränderungen am Herzen stark an.
Diagnosen mit erhöhtem Lipoprotein (a)-Werten
- Hämodialyse
- Herzinfarkt (Akutphase)
- Koronare Herzkrankheit (erhöhtes KHK-Risiko)
- Lipoprotein (a)-Konzentration im Blut erblich bedingt erhöht
- Nephrotisches Syndrom
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Verminderte Lipoprotein (a)-Werte
Verminderte Werte sind unbedenklich.
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Lipoprotein (a)-Grenzwert
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Erwachsene
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< 600 mg/l
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