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INSULIN / C-Peptid / PROINSULIN

(INS / C-Peptid)


Insulin wird in den Betazellen (β-Zellen) der in der Mitte der Bauchspeicheldrüse liegenden Langerhans-Inseln produziert (benannt nach dem Entdecker dieses kleinen Organs). Alle zucker- und stärkehaltigen Lebensmittel (z.B. Kartoffeln) werden in Zucker (Glukose, => Blutzucker) umgewandelt. Körperzellen, insbesondere Muskelzellen, können die Nährstoffe nur in dieser Form aus dem Blut aufnehmen und in den Mitochondrien in Energie umwandeln. Im Blut zirkulierendes Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulin-Rezeptoren von Gewebezellen, macht die Zellen dadurch aufnahmefähig für Glukkose und ermöglicht die Energiegewinnung. Insulin fördert darüber hinaus die Glykogensynthese, hemmt die Zuckerabgabe und die körpereigene Zuckerproduktion.


Insulin ist nur 5 Minuten im Blutkreislauf biologisch wirksam (Halbwertszeit). Gegenspieler (Antagonisten) der insulinwirkung sind => Adrenalin, => Glucagon, => Cortisol und Somatostatin.


Die wichtigsten Zielorgane sind die Leber, die Skelettmuskulatur, der Herzmuskel und das Fettgewebe. Die Zelloberflächen dieser Organe besitzen Rezeptoren für Insulin-Signalstoffe. Inselzellen produzieren zunächst eine Vorstufe von Insulin (Proinsulin), das mit Hilfe von => Zink-abhängigen Enzymen das so genannte connecting peptide (C-Peptid) abspaltet, das für die Beurteilung der Insulinsekretion besser geeignet ist.


Die Bestimmung der Insulinwerte eignet sich gut zur Beurteilung möglicher Diabetes-Vorstufen (Prädiabetes, Insulinresistenz), der verbliebenen Insulinfreisetzung bei Diabetikern und bei Verdacht auf Insulin-produzierende Tumoren (Insulinom) sowie bei Metabolischem Syndrom.


Laborprobe: Blutplasma (heparinisiert), Blutserum





















Erhöhte Insulin-Werte

Wenn über einen langen Zeitraum reichlich Kohlenhydrate mit der Nahrung zugeführt werden, steigen die Insulin- und C-Peptinwerte im Blut an (Hyperinsulinämie). Dabei verringert sich die Anzahl der Insulin-Rezeptoren auf den Zellen der Zielorgane und eine zunehmende Unempfindlichkeit gegenüber Insulin kann sich entwickeln (Insulinresistenz). Insulinresistenz begünstigt die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2.

Diagnosen mit erhöhten Insulin-Werten


Verminderte Insulin-Werte

Diabetiker leiden unter Insulinmangel wodruch vermehrt Zucker (Glukose) im Blut vorhanden ist und unterschiedliche Stoffwechselstörungen entstehen können. Ist nur der C-Peptidwert vermindert, der Insulin-Wert aber erhöht, können Insulin-Antikörper vorliegen.

Diagnosen mit verminderten Insulin-Werten

Insulin-Normalwerte

12-Stunden-Nüchternwert

Insulin

< 6 mU/l

(<42 pmol/l)

C-Peptid

< 0,7 µg/l

(< 0,2 pmol/l)

Proinsulin (> 6 Stunden)

17-103 ng/l

(1,8-11 pmol/l)

Maximalwerte nach

Glukose-/Glukagonstimulation

Insulin

50-200 mU/l

(347-1389 pmol/l)

Proinsulin

63-848 ng/l

(6,7-90,3 pmol/l)