NOTFALL- & GESUNDHEITSPASS

ÖSTROGEN (E2)

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Östrogen (E2, 17β-Östradiol)


Das wichtigste und wirksamste Eierstockhormon ist 17β-Östradiol (Estradiol). Es wird im reifenden Ei-Follikel unter dem Einfluss von follikelstimulierenden Hormon (=> FSH) in speziellen Eierstockzellen (Thekazellen) gebildet. Dieses Hormon beeinflusst vor allem den Aufbau der gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die Funktionen der Scheide (Vagina) und der brüste sowie die Reaktionen auf Regulationsvorgänge des Zwischenhirns (Hypothalamus) und der Hirnanhangdrüse (Hyophyse).

Östradiol und => Progesteron sind die zentralen Steuerungshormone des weiblichen Zyklus (Menstruationszyklus).

Die Messung der Östradiol-Laborwerte bei geschlechtsreifen Frauen ist zur Beurteilung der Eierstockfunktion bei weiblicher Sterilität, ausbleibender Monatsblutung (Amenorrhö). In selteneren Fällen zur Tumordiagnostik und zur Bestimmung des Zeitpunkts des Eisprungs (Ovulation) sinnvoll.


Laborprobe: Blutserum/ -plasma













Erhöhte 17β-Östradiol-Werte

Erhöhte Werte weisen bei der gesunden Frau auf den Zeitpunkt des Eisprungs hin. Abnorm erhöhte Werte kommen vor allem bei hormonaktiven Tumoren vor.

Diagnosen mit erhöhten 17β-Östradiol-Werten


Verminderte 17β-Östradiol-Werte

Abnorm verminderte Werte können auf eine Eierstockschwäche (Ovarianinsuffizienz) hinweisen. Wenn die Krankheitsursache in den Eierstöcken liegt (primäre Ovarialinsuffizienz), kann die regelblutung ausbleiben (primäre Amenorrhö) oder Zyklusstörungen treten auf. Die Ovarialinsuffizienz kann aber auch durch Störungen des Hypophysenvorderlappens oder des Zwischenhirns (Hypothalamus) verursacht sein.

Ausbleibende regelblutungen, fehlender Eisprung oder Sterilität werden nicht selten furch psychische oder vegetative Störungen sowie durch Eifollikelreifungs- und Gelbkörperstörungen ausgelöst.

Diagnosen mit verminderten 17β-Östradiol-Werten

17β-Östradiol-Normalwerte

Frauen

Follikelphase

184-532 pmol/

Ovulationsphase

411-1626 pmol/

Gelbkörperphase

184-885 pmol/

Wechseljahre

< 217 pmol/

Männer

< 184 pmol/l