NOTFALL-
ASTHMA, ALLERGISCH
ASTHMA, allergisch
Definition:
Allergisches Asthma ist eine anfallsweise auftretende Atemnot durch Hyperreagibilität der Bronchien. Es wird durch Allergene, die sich in der Atemluft befinden und mit dem Lungen-
Ursachen:
Allergisches Asthma ist eine Allergie vom Soforttyp und gehört damit zu den Typ-
Eine entscheidende Rolle spielt das IgE (Immunglobulin vom Typ E). Diese spezifischen Moleküle heften sich mit der einen Bindungsstelle an Anntigene des Allergens, mit der anderen an eine Mastzelle (Antigen-

Während eines Asthmaanfalls schwillt die chronisch entzündete Schleimhaut der Bronchien an und die Bronchien verengen sich durch ein zähes Schleimsekret. Außerdem verkrampft sich die glatte Muskulatur der Bronchiolen. Da gegen einen hohen Widerstand ausgeatmet werden muss, ist die ausreichende Sauerstoffversorgung gefährdet.

Ungefähr ein Fünftel der Asthmaanfälle wird auf Allergene zurückgeführt. Die häufigsten Allergene sind auch für den heuschnupfen verantwortlich: Pollen von Bäumen, Kräutern und Gräsern, Tierhaare -

Symptome:
Die Atemnot beim akuten Asthmaanfall wird durch erhöhten Atemwiderstand und verkrampfte Muskulatur ausgelöst. Die Patienten können die Luft nicht mehr vollständig ausatmen, sodass die Lunge überbläht. Der Anfall wird durch ein Pfeiffen, Giemen und Brummen begleitet, da Sekrete in den Bronchien mitschwingen. Die Lippen laufen blau an.
Typisch ist das festhalten der ausgestreckten Arme an Tisch oder Stuhl: Mit Atemhilfsmuskulatur des Schultergürtels soll das Ausatmen besser gelingen. Andere allergische beschwerden wie Juckreiz, Anschwellen und Rötung der Gesichtshaut, Naselaufen und Tränen der Augen kommen dazu. Ein Asthmaanfall kann wenige Minuten bis zu Stunden andauern. Bei einem Status asthmaticus (dauerhafter Anfall) droht Lebensgefahr!
Diagnose:
Bei allergischem Asthma gilt es, das oder die auslösenden Allergene zu bestimmen. Am Anfang steht immer eine ausführliche Anamnese, bei der auch geprüft werden sollte, ob andere Familienmitglieder ebenfalls an dieser oder einer ähnlichen Erkrankung leiden. Wann tritt das Asthma auf, gibt es andere (allergische) Erkrankungen beim betroffenen oder bei nahen verwandten? Wurde schon einmal ein Allergietest durchgeführt und wenn ja, mit welchem Ergebnis? Verschiedene Testverfahren zeigen, gegen welche Allergene ein Patient sensibilisiert ist.
Prick-
Provokationstest. Über eine Maske wird das vermutetet Allergen eingeatmet und die Reaktion dokumentiert. Dieser Test ist viel genauer und gilt als sog. Goldstandard, ist balso das zuverlässigste überprüfte Verfahren für eine Diagnose. Er wird nur in Kliniken durchgeführt.
RAST (Radio-
Lungenfunktionstest. Mit Verfahren wie Spirometrie und der Ganzkörper-
Differentialdiagnose:
Die allergischen Asthmavarianten sind von den nichtallergischen abzugrenzen. Weitere Ursachen für Asthma sind u. a. Medikamente, Infekte, psychischer Stress und körperliche Anstrengung. Atemnot wird auch durch folgende Erkrankungen ausgelöst:
Therapie:
Wie bei allen Allergien besteht die schonendste Behandlung darin, den Auslöser zu entfernen oder zu meiden. Das setzt allerdings voraus, dass das Allergen bekannt und eine Allergenkarenz durchführbar ist.
Die Symptome können medikamentös behandelt werden. In den meisten Fällen reichen kurz wirksame Betasympathomimetika als Dosieraerosole aus, um die Bronchien zu weiten. Die nächste Stufe besteht in Glukokortikoiden wie Budesol oder Fluticason, die inhaliert werden. Es folgt eine Kombination von kurz und lang wirksamen Beta-
Unterstützt werden die Medikamente durch Atemtraining und sportliche Betätigung. Ein Aufenthalt in geeigneten Luftkurorten mindert die Beschwerden. Auch eine Hyposen-
Prognose:
Kinder mit leichtem bis mittelschweren allergischen Asthma haben gute Chancen als Erwachsene nahezu beschwerdefrei zu sein. Ein bekanntes Phänomen ist der „Etagenwechsel“: junge Menschen mit Heuschnupfen entwickeln später häufig Asthma.
Komplikationen
Eine anaphylaktische Reaktion mit Schocksymptomatik ist wie bei allen Allergikern möglich. Ein Status asthmaticus ist lebensbedrohlich und erfordert Intensivbehandlung. Durch langjährige Überblähung entsteht ein Emphysem mit reduzierter Lungenkapazität, in der Extremform als Fassthorax bezeichnet.